DIALOGO II

 

Italienisch-Österreichische Gruppenausstellung

 

Guiseppe Consenza

Romeo Battisti

Gabi Troester

Franz Strauss

Birgit Fedl-Dohr

 

Eröffnung: Erwin Schwentner

 

Die Betrachtung eines Kunstwerks – ein Dialog.

 

Der Dialog ist ursprünglich hinsichtlich der Zahl der Sprechenden nicht spezifiziert, wurde jedoch früh im engeren Sinn von Zwiegespräch als Gegensatz zu Monolog verwendet, was zu Bildungen wie Trialog und Polylog führte.

Soweit zur wissenschaftlichen, bildungssprachlichen Erklärung, die uns allen mehr oder weniger vertraut ist - der Dialog mit einem anderen Lebewesen, vorwiegend Menschen. 

Doch erfahren wir nicht auch in der Betrachtung von Gegenständen und noch viel mehr in der Betrachtung von Gemälden und Kunstwerken dialogisches Verhalten? 

Eine Form des Dialogs führt uns in die Welt der Gestaltung des Bildes, in die Bewertung des Bildes hinsichtlich der Farben, Formen, Inhalte und künstlerischen Darstellungskompetenz.  

Weil uns das Bild nicht loslässt, treten wir in einem weiteren Schritt der Betrachtung in einen Dialog mit dem Bild ein. Unterschiedliche Empfindungen wie Trauer, Freude, Mitgefühl, emotionale Irritationen und unbenannte Gefühlswahrnehmungen tauchen auf. Wir finden einerseits Antworten in der Betrachtung der Gestaltung, andererseits werden Fragen aufgeworfen, die unbeantwortet bleiben oder vielleicht nach eingehender Betrachtung und ausgedehntem Zwiegespräch Klärung finden. 

Der Dialog entsteht nicht nur zwischen Bild und Betrachter/ Betrachterin. Vielmehr entwickelt sich in diesem Prozess automatisch ein Zwiegespräch mit der kunstschaffenden Person, dem Maler oder der Malerin. Der Dialog wird so zu einem Trialog.

KünstlerInnen befinden sich während des Schaffensprozesses im Dialog mit ihrem Werk -  noch ohne Anspruch auf weitere Zwiesprachen. Sobald das Werk zur Schau gestellt und öffentlich präsentiert wird, ist es dem Dialog des Betrachtenden ausgesetzt, der wiederum   unweigerlich über das Bild mit dem Erschaffer/der Erschafferin Zwiesprache hält.  

Diese Triangulierung wird wirksam, wenn wir uns als BetrachterInnen mit unserem inneren Erleben auf den Dialog sowohl mit dem Werk und als auch mit der/dem Kunstschaffenden einlassen. Die Betrachtung eines Kunstwerkes lässt sich als bewusster oder unbewusster Trialog zwischen betrachtender Person, dem Kunstwerk und letztendlich dem Kunstschaffenden definieren.

 

Vernissage: 
Dienstag, 19. März 2019, 19:00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 
Dienstag, 26. März 2019
Öffnungszeiten: 
täglich16 -18 Uhr und nach Vereinbarung unter 0676 7305366, 0680 1181116