Grazer Bildräume

In einem breit gestreuten Spektrum, das von Mode- über Dokumentarfotografie bis hin zur Street photography reicht, zeigen Anita Grgic, Nikolai Hasenhütl, Birgit Scherr und Florian Sulzer einen Auszug ihrer Abschlussarbeiten, die während des Abendkollegs "Fine Art Photography und Multimedia Arts" der Ortweinschule Graz entstanden sind.
Die Ausstellung „Grazer Bildräume“ versucht den unterschiedlichen Themengebieten einen übergreifenden Rahmen zu geben und bietet Einblicke in folgende fotografische Auseinandersetzungen der vier Künstler:


Grazer Gsichter – Anita Grgic

 

Anita Grgic beschäftigt sich in ihrer Serie mit Begrifflichkeiten wie Voyeurismus, Bildneugier und Skopophilie In ihrer fotografischen Arbeit portraitiert sie Menschen in den Straßen von Graz, die sich bestenfalls unbeobachtet fühlen.

 

Ein entscheidender Aspekt an diesem Bildprojekt ist, dass die Gesichter der Personen durch den Standpunkt, die gewählte Perspektive oder durch andere Faktoren auf den Bildern unkenntlich sind. Durch die Vorgehensweise des Beobachtens und Wartens auf den richtigen Auslösezeitpunkt ohne die Interaktion mit der im Fokus stehenden Person selbst, schlüpft Anita Grgic zugleich in die Rolle des Fotografen und des Voyeurs.

 

Grgics Bilder sollen Neugier bei den Rezipienten auslösen. Neugier darauf, wer sich hinter der jeweiligen Blickbarriere verbirgt. So wird im besten Fall die Phantasie und die Sehnsucht des Bildbetrachters angeregt sowie die Lust am Schauen und am Beobachten.

 

In Bloom – Nikolai Hasenhütl

 

Nikolai Hasenhütl vertiefte sich im letzten Abschnitt seiner Ausbildung vorwiegend in die Modefotografie. In seinen Serien, die sich alle mit dem Begriff „Jugend“ beschäftigen, schafft er es, in seinen Bildern Gegensätze gekonnt zu kombinieren.
Die Serie „In Bloom“ stellt Menschen in der Blüte ihres Lebens dar. Die Personen werden in einem Umfeld inszeniert, in welchem Pflanzen gedeihen und wachsen. Die jugendliche Leichtigkeit wird dabei in den Fokus gesetzt und mit Vintage-Mode des Grazer Modeunternehmens „Dogdays of Summer“ kombiniert.

 

Hinter Fassaden – Birgit Scherr

 

Die fotografische Arbeit von Birgit Scherr beschäftigt sich mit der Dokumentation von Wohnumgebung der Menschen in Graz. Dabei wurde der Wohnraum auf übergreifende Elemente, die in jeder Wohnumgebung vorhanden sind, aber auch auf individuelle Gestaltung hin untersucht und dokumentiert, um anschließend unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse der Bewohner die Differenzen in der Wohnraumgestaltung gegenüberzustellen.

 

In der Aufbereitung der Serie folgt auf die abgebildeten Einrichtungsgegenstände jeweils als letzte Fotografie der Serie ein Portrait des Bewohners oder der Bewohner in der eigenen Wohnumgebung, die als Referenzobjekt zu den vorhergegangenen Abbildungen dienen soll. Somit soll die Frage in den Raum gestellt werden, ob man aufgrund des Stils und der Anordnung der Einrichtung unmittelbar auf die Person schließen kann, welche die Wohnumgebung bewohnt.

 

Anonymität im Beton – Florian Sulzer

 

Florian Sulzer sucht in seiner Fotografie nach fotografischen Spuren. In den Abbildungen, die vorwiegend in Grazer Wohnsiedlungen wie am Berliner Ring, am Eggenlend, in der Eisteich- und der Terrassenhaussiedlung entstanden sind, werden die Spuren der Menschen gezeigt, die diese Siedlungen bewohnen. Die Bilder zeigen flüchtige Eindrücke des Siedlungslebens, die andernfalls oft nicht wahrgenommen werden.

 

 


Finissage: 10.02.2018 von 09:00 -11:00

 

Vernissage: 
Freitag, 2. Februar 2018, 18:30 Uhr
Dauer der Ausstellung: 
Samstag, 10. Februar 2018
Öffnungszeiten: 
Di-Fr 16 -18 Uhr und nach Vereinbarung unter 0664 1339878